Blitz oder Videoleuchte: Lichtquellen bei der Unterwasserfotografie

Um in der Unterwasser-Fotografie gute Bilder zu erzielen, müssen Dinge beachtet werden, mit denen sich der Fotograf über Wasser nicht beschäftigen muss.

Wichtig zu wissen ist, dass es im Wasser zu einer Abschwächung und Auslöschung der spektralen Anteile des Sonnenlichts kommt. Das langwellige Rot des Sonnenlichts wird bei einem Lichtweg von 5m ausgelöscht. Das heißt in 5 m Wassertiefe wird die Farbe rot auf den Bildern nicht mehr wiedergegeben. Ebenso bei Kunstlicht in 2,5 m Entfernung vom Objektiv, da der Hin- und Rückweg des Lichts 5m ergibt. Bereits in 40 m Wassertiefe fehlen bis auf einen kleinen Anteil des kurzwelligen blau alle anderen Spektralfarben. Die Bilder werden deswegen oft uninteressant eintönig. Es ist daher notwendig, eine externe Lichtquelle, einen Blitz oder eine Videoleuchte zu benutzen.

Der eingebaute Blitz in der Kamera eignet sich dazu leider nicht. Im Wasser sind immer Schwebeteilchen vorhanden. Diese reflektieren das Licht des internen Blitzes und werden direkt ins Objektiv zurück gestreut. Auf dem Bild erscheinen dann die Schwebeteilchen wie Schneeflocken. Um dies zu vermeiden, muss die Lichtquelle in einiger Entfernung vom Unterwassergehäuse angebracht werden. Bei Unterwassergehäusen, die aus Kunststoff gefertigt sind, ist besondere Vorsicht geboten. Montiert man die dafür erforderlichen Bauteile direkt am Gehäuse, so kann der dadurch entstehende Hebelarm zu einem Riss im Gehäuse führen. Das eindringende Wasser zerstört dann unweigerlich die Kamera.

Dieser Gefahr entgeht man, indem man das Gehäuse auf einer Schiene mit Griff befestigt. Auf der Schiene oder dem Griff montiert man einen verstellbarer Arm und am anderen Ende des Arms wird die Lichtquelle befestigt.

Die Firma Reikle bietet hierzu eine große Auswahl von Bauteilen an, beispielsweise Schienen und verschiedene Armsysteme für kleine Unterwassergehäuse aus Kunststoff oder solche für Spiegelreflexkamera-Gehäuse aus Aluminium. Auch Unterwasser-Videolampen sind im Programm.

Weiterführendes

  • www.iiwf.de – Interessengemeinschaft internationaler Wettbewerbs-Fotografen

Bild: Tavis Beck / Unsplash

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