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Lightpainting oder Lichtkunstfotografie

Der Begriff geht eigentlich auf das Alt-Griechische und den Ursprung des Wortes Fotografie zurück, was so viel heißt wie mit Licht schreiben oder malen.

Das was man heute unter Lightpainting versteht sind im Normalfall fotografische Langzeitbelichtungen, überwiegend in absoluter Dunkelheit, weshalb man die Chance hat mit Leuchtquellen jeder Art ein Bild zu malen, das von einer Kamera aufgezeichnet wird. Diese Technik ist an sich nichts Neues und wurde bereits von Wissenschaftlern, Fotografen und anderen Künstlern ab der Anfangszeit der Fotografie verwendet. Salonfähig wurde sie aber eigentlich erst mit der Digitalfotografie, da sich viele Effekte nicht mit absoluter Gewissheit vorhersagen lassen und diese Kunst auch teilweise vom Ausprobieren lebt, weil das Auge es so nicht wahrnimmt wie es auf einem Foto erscheint.

In letzter Zeit setzt sich hierzu noch ein weiterer Trend fort, der als Lichtkunstfotografie bezeichnet wird und wobei im Dunkeln ganze Szenen ausgeleuchtet werden, die mit Lightpainting verbunden werden. So lassen sich durch Fotos Kunstwerke erschaffen, die es in der Realität nicht gibt, da es sich nicht um existierende Objekte handelt. Aus dem Grunde nehmen auch heute noch viele Leute an, dass diese Bilder so nicht fotografiert sein können, sondern nachträglich mit einem Bildbearbeitungsprogramm erstellt wurden, was absolut falsch ist, da die meisten Künstler einen speziellen Wert darauf legen keine Bildbearbeitung zu verwenden.

Auch wenn es vielen von uns im Moment nicht bewusst ist, sind genau solche Bilder schon längst ein Teil des täglichen Lebens, da sie inzwischen schon viel in der Werbung verwendet werden. Es geht schon so weit, dass es inzwischen fast keine Automarke mehr gibt, die nicht irgendwelche Elemente des Lightpainting in ihrer Werbung verwenden oder auch in Wahlwerbung sieht man häufig Bildelemente, die durch Lightpainting entstanden sind.

Außerdem bekommt so ein Fotograf ganz neue Möglichkeiten, die beispielsweise für außergewöhnliche Portraits verwendet werden können, wo man schon einen fließenden Übergang zwischen Realität und Kunst herstellen kann. Immer beliebter werden sogenannte Photocalls auf Messen, Märkten oder auch bei privaten Feiern, wo sich Leute auf diese künstlerische Art portraitieren lassen können. Voraussetzung hierfür ist ein Minimum an Platz und absolute Dunkelheit, was in einem Raum sein kann oder wofür auch ein absolut schwarzes Zelt der entsprechenden Größe ausreichend ist. Mit mehr Ruhe und gezielter lässt sich so etwas natürlich in einem dunklen Fotostudio durchführen.

Da dies ein besonders aktueller Trend in der Fotografie ist und immer mehr Anhänger findet ist man gerade in Deutschland dabei eine Vereinigung zu gründen, um sich gegenseitig zu unterstützen, da viele Dinge einfach nicht alleine umsetzbar sind. Außerdem wird es in diesem Jahr das zweite mal einen Kongress in Oviedo in Spanien geben, der nur dem Thema gewidmet ist und auch in Deutschland ist im September 2016 parallel zur Photokina in Köln ein Kongress (phoLAC – photokina Light Art Congress) geplant, der verspricht eine Veranstaltung zu werden, wie es sie bisher noch nie gab und vielleicht auch nie mehr geben wird.

Lernen kann man diese Techniken entweder durch Eigendidaktik, was aber sehr mühsam ist, aber auch durch Workshops wo man immer öfter auch welche bei Volkshochschulen finden kann, beispielsweise in Neumünster oder Hameln. Ansonsten gibt es bei vielen größeren Events, wo es auch fotografische Fortbildungsprogramme gibt, entsprechende Workshops. Hier kann man  beispielsweise das Umweltfestival „Horizonte Zingst“ oder das World Bodypainting Festival in Pörtschach am Wörthersee nenne. Weitere Infos und auch entsprechende Unterstützung kann man beispielsweise auf der Webseite von JOWS Fotografie finden.

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Photo by Wil Stewart / Unsplash.com